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Feld Material

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In der ISER-Maske gibt es ein Feld "Material" (Kommentar: Material der Komponenten). In der SGS ist dieses Feld nicht vorhanden. Evtl. erfüllt das Feld "Physische Beschreibung" aber eine ähnliche Funktion(?). Im Herbar könnte ich mir vorstellen, dass es ähnliche Felder gibt, die z.B. die verwendeten Konservierungsstoffe angeben (Alkohol, Bernstein, ...).

Im CRM gibt es eigens dafür die Klasse E57 Material. Diese Klasse bezeichnet dabei keine Materie an sich, sondern wird benutzt, um Materie als Gold, Stein, Papier, etc. zu klassifizieren!

Die Klasse ist über verschiedene Eigenschaften direkt mit dem Objekt oder mit das Objekt betreffende Handlungen/Ereignisse verbunden. Die Wahl hängt davon ab, ob die Umstände der Materialanwendung eine Rolle spielen: also z.B. ob das Material bei der Herstellung verwendet wurde oder später beim Abändern/Restaurieren. Über Handlungen können auch Materialien erfasst werden, die zwar zur Herstellung/Restaurierung gebraucht, aber nicht auf dem Objekt verblieben sind, wie etwa flüchtige Konservierungsmittel o.ä.

Welche Modellierung würde am besten zutreffen? Evtl. gibt es nicht eine Lösung, sondern mehrere Felder mit verschiedenen Modellierungen (und Bedeutungen).

Die Klasse E57 Material

Die Klasse E57 Material trifft zumindest für die ISER genau das was beschrieben werden soll. Es geht hier um die Materialien aus denen das Objekt besteht. Dies kann auch eine ganze Reihe an Materialien sein, Stahl, Kunststoff, Keramik, etc. Bei den ISER Objekten nicht so spannend, außer es wäre z.B. ein experimentelle Material für einen Speicherkern verwendet worden, aber trotzdem notwendig. Schon alleine für die Suche nach Objekten. Bei anderen Objekten, z.B. aus der Volkskunde ist das abwechselungsreicher: Keramik, Steinmzeug, Grauware, Messing, Eisen, Holz, wobei holz auch wieder nach Arten unteschieden werden sollte.

Meiner Meinung nach sind hier Materialien gemeint die zum Objekt in der Ursprungsform gehören, nicht die die bei der Restaurierung oder Erhaltung verwendet wurden. Diese Info müßte wo anders gespeichert werden. Die mit dem Material verbundenen Handlung ist die Herstellung des Objektes. 

Aus musealer Sicht wäre das Material ein "öffentliches" Feld, dass jeder sehen kann, da es hier um das Objekt selber geht. Infos zur Restaurierung und Erhaltung sollten / brauchen nicht unbedingt öffentlich sein. Mitunter könnte man damit auch mehr Ärger herausbeschwören als notwendig. Ich denke hier an die Verwendung von giftigen oder gefährlichen Stoffen, frei nach dem Motto "keine schlafenden Hunde wecken".